SHARF: Leben züchten jenseits der Erde

Wie können Menschen fernab der Erde Nahrungsmittel anbauen um zu überleben? Bei SHARF simulieren Forschende mond- und marsähnliche Bedingungen, um Pflanzen, Mikroben und zukünftige Lebenserhaltungssysteme für Langzeit-Weltraummissionen zu untersuchen.

Mehr

Wie werden zukünftige Astronaut:innen auf dem Mond oder dem Mars Nahrungsmittel anbauen, Ressourcen recyceln und ihr Überleben sichern? Mit Fragen wie diesen befasst sich die Space Habitat Analog Research Facility (SHARF) in Dübendorf.

Das Herzstück von SHARF ist die DemoTube, eine grosse geschlossene Kammer, in der die Umgebungsbedingungen präzise gesteuert werden können. Luftdruck, Temperatur und Zusammensetzung der Atmosphäre können angepasst werden, um Bedingungen nachzubilden, die denen auf dem Mond, dem Mars, in Raumfahrzeugen oder in zukünftigen Weltraumhabitaten ähneln.

Zudem kann SHARF mit sogenannten Random Positioning Machines die Gravitation auf dem Mond, Mars oder im Weltraum simulieren und Experimente unter diesen Bedingungen ermöglichen. In Kombination mit modernsten Laboreinrichtungen erlaubt diese einzigartige Anlage den Wissenschaftlern zu untersuchen, wie Pflanzen, Mikroben, Materialien und biologische Systeme auf weltraumähnliche Umgebungen reagieren.

Die Anlage wird in Zusammenarbeit zwischen der Universität Zürich (UZH), der Hochschule Luzern (HSLU), der EuroTube-Stiftung und dem Zentrum für Raumfahrt und Luftfahrt Schweiz und Liechtenstein (CSA) betrieben, wodurch Fachwissen aus den Bereichen Biologie, Ingenieurwesen und Weltraumwissenschaften gebündelt wird. An unserem Stand erfahren Sie, wie Wissenschaftler:innen ausserirdische Umgebungen auf der Erde simulieren, und lernen, wie die Forschung für zukünftige Weltraummissionen auch zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft und einem nachhaltigeren Ressourcenmanagement hier auf der Erde beitragen kann.